10 gute gründe, warum wandern glücklich macht

29. Juni 2021

UNAUFGEFORDERTE WERBUNG

erblühendes Leben

Auf Instagram poste ich tagtäglich Weisheiten über das Wandern. Es sind meine Weisheiten oder vielmehr sogar meine eigenen Glaubenssätze, Überzeugungen und Wahrheiten, die mich dazu animieren, immer wieder meine Wanderschuhe zu schnüren und einfach loszulaufen.

 

Nicht immer war das so. Noch vor ein paar Jahren hätte man mir eine Medaille für das Couchsurfen verleihen können, denn darin war ich eine absolute Spitzenathletin.

 

Doch dann änderte sich so einiges in meinem Leben und plötzlich wurde das Wandern für mich zu einer grundsätzlichen Notwendigkeit, zu meinem Element, in dem ich mich seit nun mehr als drei Jahren leidenschaftlich austobe.

 

Draußen in der Natur zu erleben, wie Landschaften ihren Charakter mit den Jahreszeiten verändern, Geräusche bewusst wahrzunehmen und allein durch das monotone Gehen eine innere Befreiung zu verspüren, die Berge versetzten kann, das treibt mich an, um und lässt mich einfach nicht mehr los.

 

Für mich ist das Wandern viel mehr, als nur einen Schritt vor den anderen zu setzen oder gar Muskelkräfte zu aktivieren.

 

Wandern ist zu meiner geistigen Haltung geworden, denn wenn ich wandere, dann bin ich mir als Mensch so nah wie sonst nie.

 

10 gute Gründe, warum ich mich für das Wandern entschieden habe und warum es nicht nur mich, sondern auch dich glücklich machen kann?

 

Diese 10 guten Gründe gebe ich dir heute an die Hand. Und hoffentlich wanderst du dann einfach mal mit!


Inhaltsverzeichnis:

 

1. Wandern kostet nichts

2. Wandern aktiviert und schärft deine Sinne

3. Der Perspektivenreichtum beim Wandern

4. Wandern bedeutet gelebtes und erlebtes Leben

5. Freiheit ist Wandern und Wandern ist Freiheit

6. Wandern hebelt dein Gedankenkarussel aus

7. Wandern als Farbtheraphie für die Seele

8. Wandern entfacht dein kreatives Potenzial

9. Wandern gibt dir Energie

10. Wandern ist Meditation und Selbsfürsorge

 

am Hexenturm im Hinüberschen Garten

Farbtherapie in der Natur

1. Wandern kostet nichts

Was dich Wandern kostet? In erster Linie Überwindung. Du musst vom Sofa hochkommen, aus deiner Komfortzone austreten, dir womöglich noch einen Tritt in den Allerwertesten verpassen. Nun ja! Aber danach, wenn die erste Hürde genommen ist, läuft es sich fast schon von alleine.

 

Und tatsächlich kostet dich das Wandern anfänglich körperliche und vor allem auch mentale Kraft, lange, steile, unwegsame, schier schwierige Wege zu beschreiten.

 

Und natürlich musst du dir das alles langsam, Schritt für Schritt erst einmal erarbeiten. Das kann Plackerei sein. Das kann dich auch sehr anstrengen und an deine Grenzen bringen.

 

Aber dann, wenn diese Hürden endlich alle überwunden sind, dann erlebst du ein Gefühl von Leichtigkeit, ein Gefühl von Glück, Freude und tiefer Sinnerfüllung, das dir kein Mensch mehr nehmen kann.

 

am Teich im Hinüberschen Garten

2. Wandern aktiviert und schärft die Sinne

Weißt du was? Ich wandere, weil ich ein extrem neugieriger Mensch bin und ständig neue Impulse brauche, um kreativ, ausgeglichen und glücklich sein zu können.

 

Beim Wandern offenbart sich mir hinter jeder Abzweigung eine faszinierende neue Welt, die ich mit all meinen Sinnen erfassen kann. Das ist wie ein Kaleidoskop an Farben. Prächtig und einzigartig.

 

Mit den Augen beispielsweise erfasse ich die organische Schönheit der Natur, sauge alle landschaftlichen Reize förmlich in mich auf. Mit den Ohren verliebe ich mich in die wundersame Geräuschkulisse, die Wind, Regen und Waldbewohner von sich geben.

 

Mit den Füßen ertaste ich jede Unebenheit des Weges, spüre die Sonne, den Regen oder den Wind auf meiner Haut und spüre letztendlich mich selbst - und zwar sehr intensiv.

 

Der Duft der Natur erinnert mich fortwährend an Heimat. Ich fühle mich in ihr absolut geborgen. Das ist ein großes, sicheres Gefühl in einer Welt, die gerade sehr unstet, volatil und risikobehaftet ist.

 

Neue, schöne, faszinierende Sinnesreize sind Bereicherung und Balsam für meine Seele. Für deinen ganz sicher auch.

 

Kraftort Natur

3. Der Perspektivenreichtum beim Wandern

Ich sehe die Dinge oftmals wie sie sind: nämlich aus meiner Perspektive! Das führt dazu, dass ich andere Meinungen und Sichtweisen überhaupt nicht zulasse. Ein typisches Scheuklappenverhalten, das links und rechts komplett ausblendet und einen sturen Blick nach vorne beschreibt.

 

Beim Wandern hingegen fällt es mir sehr leicht, meine Perspektive häufiger zu wechseln, als mir vielleicht bewusst ist. Automatisch ändert sich mein Blick auf die Welt, je höher ich beispielsweise auf einen Berg steige.

 

Von oben betrachtet sieht die Welt ganz anders aus, viel kleiner, viel weiter weg. Und das große Ganze hat man ebenfalls gut im Blick. Aus der Distanz betrachtet, erscheint ein Problem lösbarer, als wenn man zu nah dran ist. Die Zusammenhänge scheinen auf dem Gipfel eines Berges selbsterklärend, während sie im Tal wie ein 1000-teiliges Puzzle erst mühsam zusammengesetzt werden müssen.

 

Von oben betrachte ich die Welt, die Probleme, die Dinge im Allgemeinen nur allzu gerne.

 

Aber manchmal muss ich meinem Leben auch auf Augenhöhe begegnen. Und dafür muss ich perspektivisch einfach auch mal durch das Tal wandern, vielleicht gerade auch dann, wenn das Licht oben am Berg deutlich heller strahlt als im Tal.

 

Rosenmagie

4. Wandern bedeutet gelebtes und erlebtes Leben

Mit jedem Schritt stelle ich mich beim Wandern dem Leben! Nicht erst durch das Virus habe ich gelernt, mit den Widrigkeiten des Alltags umzugehen.

 

Widrigkeiten, unvorhersehbare Ereignisse, Schicksalsschläge, die ich nicht wirklich beeinflussen kann, passieren mir auch draußen in freier Wildbahn, dort, wo das Herz der Natur schlägt.

 

Stürme, heftige Gewitter, Unwetter: Alle habe ich sie schon erlebt und durchlebt.

 

Oft genug bin ich dann panisch und von Angst erfüllt vor ihnen davongerannt. Manches Mal hatte ich Glück und entkam mit knapper Not einer mittleren Katastrophe. Andere Male bin ich direkt in so ein tobendes Gewitter hineingerannt. Auch das habe ich überlebt.

 

Vielleicht kannst Du dir nicht ausmalen, wie hilflos und verzweifelt ich in solchen Situationen war. Ich fühlte mich machtlos und den Naturgewalten ausgeliefert. Und obgleich ich nicht wusste, wie mir in jenen Momenten geschah, kam ich immer wieder unversehrt aus dem Schlamassel heraus.

 

Die Natur hat mich gelehrt, mit den Stürmen des Lebens umzugehen, sie zu konfrontieren, wenn es gar nicht anders geht, um dann gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

 

Deshalb schöpfe ich unendlich viel Kraft aus all meinen Wanderungen in der Natur, die mich so manches Mal lehren, wie das Leben tatsächlich ticken kann.

 

am Hexenturm im Hinüberschen Garten

5. Freiheit ist Wandern und Wandern ist Freiheit

Wenn du wanderst, denkst du dann immer gleich ans Ziel?

 

Für mich bedeutet Wandern, nicht nur auf dem Weg stur nach vorne auf die Zielgerade zuzupreschen, sondern ihn zu genießen, zu entdecken, Aufregendes auf ihm zu erleben und mich vielleicht sogar auf ihm zu verlieren.

 

In der einzigartigen Natur, die so vielfältig ist und mich immer wieder mit faszinierend neuen Eindrücken überrascht, wird es mir nie langweilig.

 

Ganz oft komme ich dann sogar von meiner ursprünglichen Zielvorgabe ab und erwandere mir unbekanntes Neuland, ohne genau zu wissen, wie der Ort sein wird, an dem ich ankomme.

 

Das ist für mich ein spannender Nervenkitzel und eine große Freiheit, die ich mir einfach nehme.

 

Wandern bedeutet frei sein, frei zu entscheiden, welchen Weg ich einschlage, frei sein in Zeit und Raum.

 

Und die Natur gibt das alles her. Ich fühle mich nie eingesperrt, begrenzt oder limitiert, wenn ich mich in der Natur bewege. Ich bin dann einfach nur ich in meiner unendlichen Freiheit.

 

Grün beruhigt die Seele

Erlebnis Natur

6. Wandern hebelt das Gedankenkarussel aus

Schon mal im Hamsterrad der Gedanken heiß gelaufen? Nein? Ich schon - und zwar öfter, als mir lieb war. Wenn ich dann dabei auch noch in einem Gedankenstau gefangen war, konnte ich immer nur hoffen, das bitte irgendjemand schnellstmöglich den Stecker bei mir ziehen möge.

 

Das Wandern ist so ein Stecker, der bei mir regelmäßig gezogen wird. Nicht sofort, nicht gleich, aber mit jedem Schritt, mit jeder weiteren Stunde, die vergeht, lösen sich die quälenden, überflüssigen Gedanken aus der toxischen Steckdose, bis sie es irgendwann nicht mehr wagen, meine Gehirnumlaufbahn zu durchqueren.

 

Das ist wie auf einer Autobahn, die völlig leergefegt, keine lärmenden Motorengeräusche mehr von sich gibt. 

 

Keine Autos, kein Lärm. Keine Gedanken, kein unnötiger Ballast und hoffentlich auch keine Sorgen mehr.

 

Mir hilft bereits die monotone Schrittabfolge beim Gehen. Ein Schritt, ein Zweiter, ein Dritter, ein Vierter - immer im Wechsel. Die Geräusche, die Gerüche, die Landschaft, all diese Impulse, die von außen besonders positiv auf meine Gemütsstimmung wirken, lenken meine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche und verhelfen mir zu einer geistigen Klarheit, die mich endlich durchatmen lässt.

 

Wenn mein Gehirn am Ende einer anstrengenden Wanderung komplett leergelaufen ist, fühle ich mich wie ein neugeborenes Menschenwesen, das weder Gut noch Böse kennt und das Wort Gedanken kaum noch buchstabieren kann. Wie herrlich befreiend. Oder?

 

Blumeninsel im Hinüberschen Garten

7. Wandern ist Farbtherapie für die seele

Mit dem Rausch der Farben, die in der Natur wie ein Hagelregen auf mich einprasseln, bin ich auf Du und Du.

 

Ich liebe satte, bunte Regenbogenfarben. Ich liebe alle möglichen Grünschattierungen, rosaroten Blumen und was die Natur an Farbspektren sonst noch alles so hergibt.

 

Farben haben ganz klar eine Wirkung auf unser Gemüt. Ganz besonders auf meines. Wäre es nicht trostlos, wenn alle Blumen grau, dunkelblau oder gar schwarz wären. Wie würden wir uns dann fühlen. Wollten wir dann überhaupt noch hinaus in die schöne Natur, die vielmehr trist und leblos auf uns wirkte.

 

Hier eine kleine psychologische Farbenlehre:

 

Grün wirkt beruhigend, verspricht Glück, Hoffnung, Leben und Zufriedenheit und wirkt regenerierend auf unser vegetatives Nervensystem. Soll heißen, wir entspannen beim Anblick der Farbe Grün.

 

Rosa wirkt besänftigend, baut innere Unruhe ab, sorgt für mehr Gelassenheit und Wohlergehen.

 

Rot regt den Kreislauf, den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Rot ist die Farbe der Liebe und schenkt uns zudem Energie und Vitalität.

 

Gelb ist eine freundliche, warme Farbe, die für Optimismus, Lebenslust und Frohsinn steht und uns manchmal die Wärme ersetzt, die uns durch die häufige Abstinenz der Sonne verwehrt wird.

 

Der Farbe Blau wird eine schmerzlindernde, nervenberuhigende und blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Gerne kommt sie auch bei Unruhezuständen und Nervosität zum Einsatz.

 

Soll ich die Liste weiter fortsetzten? Oder reicht dieser Exkurs in die Welt der Farben, um die heilsame Wirkung auf Körper, Geist und Seele nachvollziehen zu können?

 

Die Macht der Farben

8. Wandern entfacht dein kreatives potenzial

Wie war das eben noch mit dem Gedankenkarussell? Es dreht sich nur solange, wie auch Gedanken in ihm kreisen. Kreist nichts mehr, lösen sich sämtliche Blockaden, die uns auf hirnamputiertes Abarbeiten bei effizienter Höchstleistung limitiert haben.

 

Denken wir einmal für eine lange Weile gar nichts, schießen uns urplötzlich Gedanken in den Kopf, die nur so vor Inspiration und Kreativität sprudeln.

 

Jedenfalls erlebe ich diesen herrlichen Effekt immer dann, wenn ich mir eine Pause von der Arbeit draußen im Freien gönne, eine oder zwei Stunden spazieren gehe, um den Kopf wortwörtlich frei zu kriegen.

 

Danach bin ich wie ausgewechselt und sprudele nur so vor Tatendrang über. Genau dann schießen mir alle möglichen Ideen in den Kopf. Ich erlebe mich im Fluss, enerviert und ausgeglichen, wendig und klar im Geist, gestalterisch hochaktiv - und nicht mehr aufzuhalten.

 

Es ist nämlich so, wer seinen Körper bewegt und das auch noch regelmäßig und ausdauernd tut, der bewegt letztendlich auch seinen Geist.

 

Ein kühlendes Waldbad

9. Wandern gibt dir Energie

Irgendwie macht das Sinn. Vom Herumsitzen bekommt man schließlich keinen wirklichen Energieschub. Zumindest kann ich das für meinen Teil absolut nicht behaupten. Körperliche Trägheit führt zwangsweise zu einer erschöpften Müdigkeit, auch bei mir.

 

In Bewegung bleiben. Jeden Tag, auch wenn nur für eine Stunde. Das fördert die Vitalität deines Körpers und gibt dir Energie und Kraft, alle geistigen Tätigkeiten souverän anzupacken.

 

Es ist ein Phänomen, aber selbst beim mehrstündigen Wandern merke ich mit der Zeit, wie ich, anstatt erschöpfter zu werden, plötzlich immer mehr Energie bekomme.

 

Es ist wie ein Auftrieb, der mich noch auf den letzten Metern einer Wandertour zu absoluten Höhenflügen animiert.

 

Spaziergang im  Hinüberschen Garten

Flower Power

10. Wandern ist Meditation und selbstfürsorge

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit und an die vielen Wanderurlaube zusammen mit meinen Eltern im Zugspitzareal. Oben am Höhenreinweg haben wir oft auf einer Bank gesessen und die schöne Aussicht auf die Waxensteine genossen.

 

Nicht 10, nicht 20 Minuten, ziemlich oft fast eine ganze Stunde oder sogar noch länger verweilten wir dort in Stille. Schweigsam!

 

Mir kam dieses Verhalten damals etwas befremdlich vor. Erwachsene, die sich anschweigen, in der Stille der Natur verstummen und dabei stundenlang auf einen Punkt in der Landschaft starren, ihn geradezu fixieren.

 

Wie gesagt, damals verstand ich es nicht. Heute weiß ich, dass diese Form des Innehaltens einen hochgradig meditativen Charakter hat, einen beruhigenden und sehr entspannenden Wesenszug, für den es keine weitere Erklärung braucht.

 

Und auch die Selbstfürsorge, die im Alltag bei mir hin und wieder, vielleicht auch ein wenig häufiger zu kurz kommt, kann ich beim Wandern ausgiebig praktizieren. Am liebsten sogar ganz allein, vertieft ins Schweigen. Wandern ohne Worte sozusagen - schweigsam und nur im Zwiegespräch mit mir selbst.

 

Das hilft mir in unruhigen Zeiten, das hilft mir, um meine Gedanken zu sortieren und zu klären. Das bringt mich näher zu mir selbst und es gibt mir die mentale Kraft, die ich brauche, um handfeste Krisen zu überstehen.

 

Doch auch wenn es mir gut geht, dann erlebe ich mich erst beim Wandern so richtig glücklich, ausgeglichen und zufrieden.


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